Es wird noch keinen „Freedom Day“ geben, OKAY?

Immer wieder liest man vom sogenannten, mittlerweile immer öfter geforderten „Freedom Day“, an dem alle Beschränkungen gegenüber dem Corona-Virus aufgehoben werden sollen. Dabei stellt sich unweigerlich die Frage: Wer verarscht hier eigentlich wen?

Fakt ist, dass die Delta-Variante des Coronavirus uns ordentlich den Hintern versohlt und der Herbst noch im Kommen ist, da wollen einige, jetzt ungenannte Politiker schon wieder alles aufreißen. Ihren eigenen Arsch inklusive. Aber naja, das scheint die Mentalität zu sein, die nach nun anderthalb Jahren Pandemie aufkommt. „Okay, wir haben jetzt 1 1/2 Jahre auf die Wissenschaft gehört, jetzt ist aber auch mal wieder gut“, mag da vielleicht das richtige Stichwort sein. Aber mal im Ernst: Maske weg, Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln – alles weg? Und das nur, weil alle geimpft sind?

Längst ist außerdem erwiesen, dass Geimpfte zwar geringere Risiken haben, komplett weg sind sie jedoch noch nicht. So gibt es immer öfter auch Durchbrüche und auch schwere Verläufe treten langsam auf bei wenigen Geimpften. Die Ungeimpften, die sind jetzt sowieso egal, ob Kinder, Verweigerer oder einfach Menschen, die den Impfstoff nicht vertragen, denn die gibt es ja auch noch – alle scheinbar egal.

Mit der Forderung alles jetzt zu öffnen, stehen die Geimpften, die es fordern, übrigens auf der gleichen Seite wie die Querdenker, die das Gleiche fördern. Jetzt mag man sagen, dass nicht die gleichen Motive existieren würden, aber wo zieht man dann den Strich? Richtig. Gibt keinen. Denn die Motive sind scheißegal, es bleibt das Resultat. Und ob es jetzt Geimpfte oder Querdenker fordern, daran ändert sich nichts. Ende der Maßnahmen bedeutet auch Ende der Sicherheit und den nichtigen Schutz derer, die dann wieder in Teufels Küche kommen.

Ungeachtet dessen übrigens, dass die dritte Impfung näher rückt, man gar keine Ahnung hat, bei welchen Gruppen und Menschen der Impfstoff jetzt ausreichend wirkt und man gerade noch ermittelt, wo eine dritte Impfung sinnvoll sein könnte und vor allem wann, wäre ein Öffnen jetzt in allen Sichtweisen kontraproduktiv. Am Ende des Tages scheint die Frage, ob man öffnet, jedoch eher politischer Natur zu sein. Natürlich werden auch einige Wissenschaftler aufspringen mit ihren wilden Thesen, andererseits scheint der Konsens ja sowieso zu sein „Wo ein Wissenschaftler in den Medien = Wissenschaft“. Aber Wissenschaftler ist nicht gleich Wissenschaft und Wissenschaft nicht gleich Wissenschaftler.

So kann man nur froh sein, dass die paar Menschen, die einen Freedom Day fordern, auch direkt als bekloppt abgestempelt werden. Und das sage nicht ich, das sagt – aktuell jedenfalls noch – die Mehrheit in Deutschland. Denn wenn man die Beschränkungen aufhebt, dann langsam, etappenweise und mit viel Vorsicht. Aber wer weiß? Vielleicht endet mit der aktuellen Legislaturperiode auch die Amtszeit des Coronavirus. Wenn man den Förderern des Corona Freedoms Day zuhört, könnte man jedenfalls meinen, dass diese Meinung tatsächlich besteht.

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Frag nicht, was dein Land für dich tun kann. Frag, wie viele Steuern du für dein Land zahlen darfst.
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Mr. T

Die Leute ignorieren auch einfach den Fakt das wir es mit einem Virus zu tun haben. Er wird nicht sagen „ja gut ich verpiss mich mal, bye“.
Hoffentlich kommt dieses Chaos-Tag nicht, denn dann sind wir aber so mächtig am Arsch

SARS-CoV-2

Als ob ich einen Tag Pause mache 😤
#grindset #sigma